Wovor hast du Angst?

January 28, 2018

 

Ein großes Thema, welches mich immer wieder selbst beschäftigt, aber auch bei der Arbeit mit Menschen begegnet, sind Ängste. Ich habe schon lange über dieses Thema schreiben wollen, muss aber ehrlich gestehen, dass dieses Thema weitgreifender ist als ich gedacht hatte. Mich fasziniert dieses Thema Ängste sehr, denn es ist ein Gefühl, welches uns komplett lähmen, blockieren kann und auch verhindern unseren Weg zu gehen. Zum andern gibt uns die Angst die Möglichkeit die Grenzen unserer Komfortzone aufzuzeigen, damit wir bewusst über unsere Grenzen hinaustreten können.

 

Zunächst geht es nicht darum seine Ängste los zu werden, sondern mit ihnen zu arbeiten. Sie als Indikator für deinen Weg zu sehen. Ich denke, wenn wir unsere Ängste genauer anschauen und wissen woher sie komm

 

Ich hatte und habe diverse Ängste und in meiner Vergangenheit haben mich Ängste, wie Verlustangst, Bindungsangst, Angst vor dem Versagen, Angst nicht gut genug zu sein, Angst nicht schnell genug zu sein usw. begleitet. Ich glaube jeder kann sich hier wiederfinden. Es ging mir nicht darum diese Ängste loszuwerden, es geht mir mehr darum mit ihnen zu leben. Denn diese Angst ist ja nichts Schlechtes. Wir dürfen nur lernen diese so zu nehmen, dass sie über uns keine Macht mehr hat, dass sie uns nicht mehr lähmt und blockiert. Zudem dient unsere Angst vor allem für unseren Schutz. Sie bewahrt uns vor Gefahren.

Woher kommt denn eine Angst?

 

In unserem Gehirn befindet sich ein Zentrum namens Amygdala. Dieses Zentrum ist ein Teil des limbischen Systems, in dem unsere Emotionen gesteuert werden. Vergangene Erlebnisse oder traumatische Ereignisse werden in diesem System abgespeichert. Kommt nun eine ähnliche Situation, wird diese mit den vergangenen Erlebnissen abgeglichen und schlägt “Alarm“. Was zur Folge hat, dass Stresshormone und Emotionen, wie Wut, Trauer, Aggressionen sowie körperliche Symptome auftauchen.

 

Je nach traumatischem Grad, kann eine Angst so hinderlich sein, dass diese die Lebensqualität einschränkt. Mit Hilfe von Coachings, diversen Tools oder Healings, können solche Traumata aufgelöst werden.

Wir wissen nun, dass die Angst in einem Teil unseres Gehirns entsteht und wir wissen ebenfalls, dass dies aufgrund vergangenen Situationen und Erlebnissen geschieht.

Für mich sind drei Punkte unglaublich wichtig, wenn ich mit Ängsten arbeite.

 

Punkt 1: Sich für einen Moment der Situation entziehen, atmen, Entspannung herbeiführen.

 

Punkt 2: Die Angst erkennen, annehmen und sich bewusst machen woher sie kommt (Gehirn Amygdala/Vergangene Situationen)

 

Punkt 3: Den aktuellen Augenblick betrachten, im Hier und Jetzt sein

 

Ich möchte hier ein kleines Beispiel aufzeigen, damit ihr noch besser verstehen könnt, wie ihr besser mit Ängsten umgehen könnt, damit ihr mehr in eurer Kraft sein könnt.

 

Beispiel

Nehmen wir an Frau xy hat Existenzängste. Sie hat Schulden, hohe Ausgaben und aktuell keinen Job. Die Ängste reichen soweit, dass sie an sich zweifelt und sich fühlt, als wäre sie nicht gut genug, sie glaubt nicht mehr an sich und sie hat das Gefühl zu versagen, sprich Versagensängste. Auf Bewerbungen erhält sie Absagen, weshalb sie sehr frustriert ist. Eines Tages kommt eine Rechnung herein und Frau xy bekommt eine Panikattacke, Schweißausbrüche und ihr wird schwarz vor den Augen. Frau xy weiß nicht mehr wie sie diese Rechnung bezahlen soll und beginnt die Rechnungen zu verstecken.

 

Was ist passiert?

Die Existenzangst, welche Frau xy hat, ist gekoppelt an die Angst, nicht gut genug zu sein und zu versagen. Die Angst nicht gut genug zu sein oder weniger Wert zu sein, hindert sie daran einen neuen Job zu bekommen. Oft wird finanzieller Reichtum mit dem Selbstwert gleichgesetzt, sprich, wenn man gut Geld verdient fühlt man sich auch mehr wert. Dies ist irgendwann in unserem Unterbewusstsein abgespeichert worden, dass ein guter Job, eine tolle Position und viel Geld mehr Selbstwert gibt. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt. Ein Mensch mit einem gutem Selbstwert hat verinnerlicht, dass er gut genug ist, so wie er ist. Er liebt und akzeptiert sich in jeder Situation.

 

Nun wieder zum Beispiel. Durch das Eintreffen der Rechnung ging ein Signal an die Amaydala, “Achtung du kannst das nicht bezahlen, bald hast du kein Geld mehr für die Miete“. Meistens kommt man aus diesem Teufelskreislauf nicht mehr heraus und verliert gefühlt den Boden unter den Füßen. In diesem Moment nach Lösungen zu suchen ist fast unmöglich, denn es kommen immer mehr Ängste hinzu.

 

Was könnte man in diesen Situationen tun?

Sobald man merkt, dass die Angst auftaucht und blockiert, könnte versucht werden sich der Situation für einen Moment zu entziehen und zu atmen. Atmung ist für unser komplettes System von enormer Bedeutung und bringt unseren Körper automatisch in die Entspannung. Während der Angst erstarrt und verkrampft unser ganzer Körper, System und Organismus. Spannung können wir vor allem am Häufigsten an unserem Kiefer spüren, Sprichwörtlich “die Zähne zusammenbeißen“.  Sobald ein wenig Entspannung in den Körper eingetreten ist, kann nun die Situation nochmal bewusst wahrgenommen werden.

 

Woher kam die Angst? Aus dem Gehirn, der Amygdala, im Kopf

Warum kam diese Angst? Aufgrund von traumatischen Erlebnissen, Unterbewusstsein, Glaubenssätze, vergangene Situationen

Was macht es mit mir in der aktuellen Situation? Muss ich jetzt in diesem Augenblick Angst davor haben, dass meine Befürchtung eintritt? (In diesem Fall der Existenzverlust)

 

Meistens ist in der aktuellen Situation nichts zu tun. Die Rechnung hat eventuell eine Zahlungsfrist oder jemand könnte die Rechnung übernehmen oder es ist möglich mit dem Rechnungsersteller zu telefonieren. All diese Lösungen sind in diesem Moment der Panik undenkbar. Dein Körper, dein System ist in dem Moment der Panik so versteift, so fokussiert auf Angst und du hast wenig Chancen einen klaren Kopf zu bekommen, wenn du den Fokus nicht abwendest.

 

Zusammenfassend können wir sagen, dass die Angst zentral in unserem Gehirn gesteuert wird. Die Angst basiert auf vergangene, traumatische oder erlebte Situationen. Sie zeigt uns zukünftige

Wahrscheinlichkeiten an, welche vermutlich so nie eintreffen werden. Diese drei Schlagworte sind ungemein wichtig. Zentral, Vergangenheit und Zukunft. Die Vergangenheit ist vorüber und die Zukunft heute noch nicht da. Also warum sich von einer Angst beherrschen lassen, wenn im jetzt alles in Ordnung ist. Was du im Jetzt tun kannst ist, versuchen die Angst zu akzeptieren und loszulassen und sobald du dich entspannt hast, nach Lösungen zu schauen.

 

Diese Herangehensweise schließt eine therapeutische Arbeit nicht aus, jedoch kann sie uns helfen nicht so tief einzusteigen und verhindern, dass sie unser komplettes Leben beherrscht. Wir können lernen damit umzugehen, um in unserer Kraft zu bleiben. Unsere Kräfte sind von enormer Bedeutung, um sich auf Lösungen konzentrieren zu können und mit allen Kräften an unserem Ziel zu arbeiten.

Nehme deine Ängste wahr, sie zeigen sich damit du sie siehst. Sehe deine Ängste als Weg aus deiner Komfortzone herauszukommen. Es gibt einen Weg, Deinen Weg. It´s YourLife.

 

Deine Sabrina

 

Hast du Ängste oder fühlst dich ständig blockiert? Möchtest aus deiner Komfortzone heraus und ein neues Leben erschaffen? Melde dich bei mir, ich helfe dir gerne dabei!!!

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